UNSERE KULTUR?
SAUERTEIGKULTUR.

Bei Bürlibeck geht es um gutes Brot. Klingt erstmal wenig revolutionär, ist aber tatsächlich gar nicht so selbstverständlich.

Wir backen mit traditionellen Rezepturen, viel Handarbeit und möglichst vielen Zutaten aus der Region. Dabei sind wir große Fans von Tradition – solange sie nicht bedeutet, dass man seit 80 Jahren dasselbe macht, nur weil man es eben seit 80 Jahren so macht. Wir nehmen das Wissen und die Rezepturen, die sich über Generationen bewährt haben, und bringen sie in unsere Zeit. Manchmal ganz klassisch, manchmal ein bisschen anders und manchmal so, dass die Oma erstmal skeptisch gucken würde.

Was dabei immer bleibt, ist echtes Bäckerhandwerk. Unsere Teige werden geknetet, gefaltet, geformt, beobachtet und bekommen vor allem das, was in einer schnellen Welt gerne mal unter den Tisch fällt: Zeit. Denn man kann beim Brotbacken vieles beschleunigen. Die Frage ist nur, ob man das auch sollte. Wir finden: eher nicht.

Und damit wären wir bei einem ziemlich wichtigen Teil unserer Backstube angekommen – unserem Sauerteig.

BEI UNS ARBEITEN MILLIONEN.
DIE MEISTEN DAVON MIKROORGANISMEN.

Sauerteig klingt erstmal nach einer ziemlich komplizierten Wissenschaft. Und ja, wenn man tief genug einsteigt, kann man sich herrlich darin verlieren. Im Grunde beginnt die ganze Sache aber erstaunlich unspektakulär: mit Mehl und Wasser.

Mischt man beides und lässt es stehen, beginnt darin langsam das Leben. Auf dem Getreide und in unserer Umgebung kommen von Natur aus Hefen und Milchsäurebakterien vor. Im Sauerteig entsteht daraus mit der Zeit eine kleine Gemeinschaft aus Mikroorganismen, die ziemlich fleißig arbeitet, obwohl niemand sie darum gebeten hat.

Die Hefen vergären Bestandteile des Mehls und produzieren dabei unter anderem Kohlendioxid. Dieses Gas bildet kleine Bläschen im Teig und sorgt dafür, dass er aufgeht und später eine schöne, lockere Krume bekommt.

Die Milchsäurebakterien kümmern sich währenddessen um den Geschmack. Sie bilden vor allem Milch- und Essigsäure und sorgen damit für die typische Säure und die vielen Aromen eines guten Sauerteigbrots. Wie mild, kräftig oder säuerlich ein Brot am Ende schmeckt, hängt unter anderem davon ab, wie wir unseren Sauerteig führen, welches Mehl wir verwenden, wie warm er steht und wie viel Zeit wir ihm geben.

Und genau diese Zeit macht einen ziemlich großen Unterschied.

Während der langen Teigreife werden Bestandteile des Mehls weiter abgebaut und es entstehen immer neue Aromastoffe. Der Teig verändert seine Struktur, entwickelt Geschmack und bekommt nach und nach genau den Charakter, den wir später im Brot haben wollen. Gleichzeitig sorgt das saure Milieu dafür, dass Sauerteigbrot auf natürliche Weise länger frisch bleiben kann. Das Ganze ist also weniger „Mehl zusammenrühren und warten“ und eher ein ziemlich lebendiger Prozess, bei dem Temperatur, Zeit, Mehl und Erfahrung zusammenspielen. Sauerteig kann nämlich auch eine kleine Diva sein. Mal ist er hungrig, mal besonders aktiv, mal braucht er länger. Deshalb wird er regelmäßig gefüttert, gepflegt und beobachtet. Und genau das mögen wir daran. Denn Sauerteig lässt sich nicht einfach auf Knopfdruck machen. Man muss ihn kennenlernen, mit ihm arbeiten und manchmal eben auch auf ihn warten können. Vielleicht passt er deshalb so gut zu Bürlibeck: ein bisschen eigensinnig, ziemlich lebendig und mit genügend Zeit verdammt gut. Das ist unsere Sauerteigkultur.

BÜRLIBECK WORBLINGEN

Musterstraße
373827 Worblingen

Öffnungszeiten

Mo – Do 8:00 – 17:00 Uhr
Fr – So 9:00 – 16:00 Uhr

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8723897

E-Mail

kontakt@buerlibeck.com

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